Bezahlbarere Gesundheitsversorgung: Selbstbeteiligung pro Behandlung wird 150 Euro nicht übersteigen

Wer sich einer teuren Facharztbehandlung unterzieht, muss bald nicht mehr die volle Selbstbeteiligung von 385 Euro auf einmal zahlen. Das Kabinett will laut Beschlussliste des Ministerrates einen Höchstbetrag von 150 Euro pro Verfahren festlegen.

Die Maßnahme war bereits im Koalitionsvertrag angekündigt worden und soll die Selbstbeteiligung “intelligenter und bezahlbarer” machen. Wer nicht mehr als eine fachärztliche Behandlung pro Jahr in Anspruch nimmt, muss nicht mehr als 150 Euro selbst zahlen und ist damit günstiger. Dieser Betrag war zuvor nicht bekannt gegeben worden.

Dadurch sollen rund 1 Million Versicherte durchschnittlich 100 Euro weniger Selbstbehalt zahlen als bisher. Für die Versicherungsnehmer bedeutet dies nicht, dass sie mehr zahlen müssen, da die Gesamthöhe der Selbstbeteiligung gleich bleibt.

Darüber hinaus soll die Anpassung auch dazu beitragen, die Gesundheitskosten und damit die Prämien zu senken. Denn Menschen haben einen längeren Anreiz, über die Notwendigkeit einer Behandlung nachzudenken, als wenn sie bereits nach dem ersten Eingriff ihre volle Selbstbeteiligung gezahlt hätten. Die Maßnahme soll 200 Millionen Euro einbringen.

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